Persönliche Voraussetzung und die Qualifizierung zum zertifizierten Pflegehelfer

Zunächst sollte jeder für sich selbst prüfen, ob er für diese spezielle Tätigkeit auch geeignet ist und Freude, Empathie und Geduld im Umgang mit Senioren und grundsätzlich pflegebedürftigen Menschen aufbringen kann. In sozialen Berufen, vor allem in den Pflegebereichen, sind neben der fachlichen Qualifikation auch Einfühlungsvermögen und Sozialkompetenz gefragt. Teamfähigkeit ist ebenfalls sehr wichtig, weil Pflegehelfer ihre Arbeit vorwiegend gemeinsam mit Kollegen durchführen. Die Arbeit ist mehr Berufung als Beruf.

Um die Qualifizierung als Pflegehelfer oder Pflegehelferin zu absolvieren, benötigt es keiner Grundausbildung oder etwaig vorangegangene Aus- bzw. Weiterbildungen.

Daher ist die Qualifizierung sehr gut für Quereinsteiger geeignet.

Kosten dieser Qualifizierungsmaßnahme:

Häufig ist es möglich die Qualifizierungsmaßnahme kostenfrei über den künftigen Arbeitgeber zu absolvieren. Sprechen Sie darüber in Ihrem Vorstellungsgespräch.

Es gilt die aktuelle Preisliste der HELP Akademie.

Voraussetzungen für die Qualifizierung sind:

  • 18 Jahre alt
  • Hauptschulabschluss (nicht generell Voraussetzung, jedoch gewünscht; in einem persönlichen Gespräch und bei entsprechender Eignung kann davon abgewichen werden)
  • physisch und psychisch belastbar
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit Frühdienst und Spätdienst
  • Bereitschaft zur Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Bereitschaft zur Nachtarbeit (generell nicht immer der Fall)
  • Führungszeugnis ohne Eintragungen
  • gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • Freude am Umgang mit alten -, behinderten – und pflegebedürftigen Menschen

Was verdient ein Pflegehelfer?

Die Verdienstmöglichkeiten als Pflegehelfer sind sehr gut. Bei kommunalen Betreibern und Wohlfahrtsverbänden ist die Vergütung in den geltenden Tarifverträgen geregelt.

  •  Regionaler Unterschied beim Gehalt (Stadt und Land/Ballungsraum, strukturschwache Regionen).
  • Tarifvertrag bei kommunalen Betreibern und Wohlfahrtsverbänden; private Betreiber haben sich selten einem Tarifvertrag angeschlossen, zahlen in der Regel jedoch den Tarifverträgen angelehnt.
  • Mindestens Mindestlohn in strukturschwachen Regionen; in Ballungsräumen ist ein Gehalt bis max. 2.600 € durchaus nicht unüblich. Es spielen hier die Schichtzulagen eine große Rolle, da Pflegehelfer ja meist im 2- bzw. 3-Schicht-System (Frühdienst/Spätdienst u. U. Nachtdienst) beschäftigt sind.
  • Ergänzt wird das Gehalt meist durch Weihnachtsgeld und Leistungszulagen.
  • Die Sonn- und Feiertagsarbeit fällt meist sehr ins Gewicht, da diese Zulagen steuerfrei „on Top“ gezahlt werden, z. B. Sonntagszuschlag 25 – 50 %, Feiertagszuschlag 100 – 150 % zur regulären Vergütung.
  • Lohnnebenleistungen wie betriebliche Altersvorsorge und/oder vermögenswirksame Leistungen sind Standard.
  • Ergänzt wird das Lohnpaket meist durch Einkaufsportale, hier können Mitarbeiter günstiger einkaufen, Reisen buchen, Versicherungen abschließen, usw.
  • In Ballungsräumen werden auch häufig die Fahrtkosten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln finanziell unterstützt (z. B. Jobticket).
  • Dienstkleidung wird häufig gestellt (meist nur Oberteile z. B. Polos).

Haben Sie weitere Fragen zur HELP- Qualifizierung zum Pflegehelfer oder zur Pflegehelferin oder anderen Themen, so stehen wir Ihnen über unser Kontaktformular jederzeit gerne zur Verfügung.