Ihre persönlichen Voraussetzungen

Für eine Weiterbildung zur Betreuungskraft nach § 43b, 53c SGB XI sind nur wenige formale Qualifikationen notwendig. Umso wichtiger ist es deswegen, dass die Bewerber die entsprechenden persönlichen Voraussetzungen mitbringen.

Dazu gehören vor allem ein hohes Maß an Motivation für soziale und pflegende Tätigkeiten, Wertschätzung für ältere Menschen, Geduld, gute kommunikative Fähigkeiten, Zuverlässigkeit und Sorgfalt. Einfühlungsvermögen und Sensibilität spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Da der tagtägliche Umgang mit (demenzkranken) Menschen aber auch psychisch belastend sein kann, ist es ebenfalls wichtig, dass man Berufliches und Privates trennen kann und die Arbeit nach dem Feierabend nicht mit nach Hause nimmt.

Um den bundesweit einheitlichen Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen zu erfüllen, sollte wie hier angedacht eine Weiterbildung zur Betreuungskraft nach § 43b, 53c SGB XI mindestens 160 Schul-Stunden beinhalten.

Unsere Weiterbildung unterteilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil, wobei letzterer aus einem Betreuungspraktikum (80 Stunden – zwei Wochen) besteht. Abgeschlossen wird der Lehrgang durch eine schriftliche Prüfung.

Der Lehrgang wird in Vollzeit und im berufsbegleitenden Präsenzunterricht abgehalten.

Qualifizierung zum Betreuungsassistenten nach § 53c/43b SGB XI

Pflegebedürftige Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen im Sinne des § 45a SGB XI haben in der Regel einen erheblichen allgemeinen Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf. Ihre Versorgungssituation in der stationären Pflege wird überwiegend als verbesserungsbedürftig angesehen. Wir bieten Ihnen hier die auf diese Anforderungen zugeschnittenen Weiterbildung für Ihren optimalen Einstieg in dieses Aufgabengebiet.

Aufgabe der Betreuungsassistenten ist es Menschen mit Demenz zu betreuen und zu aktivieren, um damit ihr Wohlbefinden und ihre Stimmung positiv zu beeinflussen, z.B. durch das gemeinsame Malen und Basteln, Brett- und Kartenspiele oder die Begleitung bei Ausflügen oder Spaziergängen. Besonders wichtig bei dieser Arbeit ist, den erkrankten Menschen zu respektieren und seine Ressourcen zu erhalten.

Zugangsvoraussetzungen

  • Sie sind körperlich und geistig für eine Tätigkeit in einer stationären Einrichtung geeignet.
  • Sie bringen deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift mit.
  • Eventuell absolvieren Sie ein Orientierungspraktikum vor dem Lehrgang.
  • Berufliche Vorbildung ist nicht vorgeschrieben, aber eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einschlägige Berufserfahrung in einem betreuenden Beruf sind von großem Vorteil.
  • Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses im Lehrgang bis spätestens dem Abschlusstag und in der Einrichtung im Rahmen Ihrer Bewerbung, das nicht älter als 3 Monate ist.

Lehrgangsdauer

  • 160 Schulstunden Theorie (eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten) – hier ist ein externer 1. Hilfekurs, der selbst zu organisieren ist, eingeschlossen.
  • 80 Stunden Praktikum in einer stationären Einrichtung.

Ihre Karriere nach der Weiterbildung

Zu den Aufgaben von Betreuungskräften nach § 43b, 53c SGB XI bzw. sogenannten Betreuungsassistenten gehören nicht die klassischen pflegerischen Tätigkeiten, sondern vielmehr die betreuenden Elemente der Pflege. Sie sind in erster Linie für die sogenannten Betreuungs- und Aktivierungsmaßnahmen zuständig, welche der Steigerung des psychischen Wohlbefindens der Patienten dienen.

Dazu gehören zum Beispiel Malen, Basteln, Singen, handwerkliches Arbeiten, Spazierengehen oder die Begleitung bei Arztbesuchen Ihr Ziel ist es, den Patienten durch die zusätzliche Betreuung Zuwendung entgegenzubringen, ihnen ein Gefühl der Wertschätzung zu vermitteln und ihnen eine aktive Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Für Betreuungskräfte kommen dementsprechend zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, sowohl in voll- als auch in teilstationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten in Frage.

Diese Weiterbildung eignet sich auch hervorragend als Einstieg in die Pflegebranche. Wer hier langfristig Karriere machen möchte, sollte darüber nachdenken, später noch eine Weiterbildung zum zertifizierten Pflegehelfer anzuhängen.

Wer langfristig als Betreuungskraft tätig sein möchte, ist gesetzlich verpflichtet, einmal jährlich an einer zweitägigen Fortbildung teilzunehmen und sein Wissen hier auf den neusten Stand zu bringen.

Haben Sie weitere Fragen zur  HELP Akademie oder speziellen Leistungen, zur Betreuungskraft nach § 45 b SGB XI oder anderen Themen, so stehen wir Ihnen über unser Kontaktformular jederzeit gerne zur Verfügung.