Voraussetzungen für die Aufnahme der beruflichen Tätigkeit als Berufsbetreuer oder gerichtlich bestellter Betreuer – ein kurzer Überblick auf das, worauf die Betreuungsstellen achten:

Wir möchten Ihnen hiermit nochmals eine kurze Zusammenfassung zur Praxis der Berufsbetreuer geben. Alles in allem ist die tägliche Praxis aber äußerst vielfältig und es ist nicht möglich alle Bereiche hier zu beschreiben.

1.  Ausbildung zum Berufsbetreuer – berufliche Voraussetzungen:

Das bringen Sie mit:

  • abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder ein einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium
  • dreijährige Berufspraxis
  • Es soll die Bereitschaft zu einer mehrjährigen Übernahme von Betreuungen bestehen.

Das ist Teil des HELP-Zertifikatslehrgang „Ausbildung zum Berufsbetreuer“

  • fundierte Kenntnisse des Betreuungs- und des zugehörigen Verfahrensrechts(FamFG)
  • fortlaufende Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung
  • Fachkenntnisse zu den Aufgabenkreisen Gesundheitssorge, Aufenthaltsbestimmung, Wohnungs- und Heimangelegenheiten,Vermögenssorge
  • Kenntnisse der einschlägigen Datenschutzbestimmungen
  • fundierte Kenntnisse der einschlägigenRechtsgebiete
  • fundierte Kenntnisse der Methoden von Beratungs- und Hilfeplanung (z. B. zielorientiertes Handeln, konzeptionellesArbeiten)
  • professionelle Organisation der Tätigkeit
  • verbindliche Berufshaftpflichtversicherungen

2. Persönliche Eignung für die Ausbildung zum Berufsbetreuer

Das bringen Sie mit:

  • unbeschränkte Geschäftsfähigkeit
  • Sie leben in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen (Vorlage einer Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis, Führungszeugnis, Erklärung darüber, dass keine Vorstrafen vorliegen, keine Verfahren anhängig sind, keine Eintragungen im Schuldnerverzeichnis (§ 915 ZPO) bestehen und keine eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde)
  • die Fähigkeit und Kenntnisse zu formalem Schriftverkehr
  • Sie beachten die Datenschutzrichtlinien

Das ist Teil des HELP-Zertifikatslehrgang „Ausbildung zum Berufsbetreuer“

  • Kenntnisse zur Dokumentation der Betreuungsarbeit
  • über Kenntnisse des Unterstützungssystems – Beratung über Betreuungsvereine und Betreuungsbehörden
  • Soziale Kompetenz (wie Konfliktfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Fähigkeit Vertrauen aufzubauen, Toleranz unterschiedlicher Lebensformen, Interkulturelle Kompetenz)

1.  Berufliche Voraussetzungen für den Berufsbetreuer

Berufsbetreuer in der HELP Akademie

Quelle: Informationen für Berufsbetreuer, Landeshauptstadt München

Das bringen Sie mit:

  • die betreute Person in dem für die rechtliche Betreuung erforderlichen Umfang persönlich betreuen
  • persönliche Erreichbarkeit sicherstellen (keine Postfachadresse)
  • wichtige Angelegenheiten vor der Erledigung mit der betreuten Person besprechen
  • Wünsche und Vorstellungen der betreuten Person beachten, soweit es deren Wohl nicht zuwiderläuft und zumutbar ist.
  • in keiner Interessenkollision bei der Wahrnehmung der Aufgaben stehen
  • in keinem Abhängigkeitsverhältnis zur Einrichtung stehen, in der die betreute Person untergebracht ist oder wohnt

 

Das ist Teil des HELP-Zertifikatslehrgang „Ausbildung zum Berufsbetreuer“

  • im Rahmen des Aufgabenkreises Maßnahmen zur Rehabilitation ergreifen
  • erforderlichenfalls die Aufhebung, Einschränkung oder Erweiterung der Betreuung beantragen
  • die Auskunfts- und Berichtspflichten erfüllen sowie gegebenenfalls ein Vermögensverzeichnis erstellen